Mentoring wirkt! Ergebnisse zur landesweiten Befragung ehemaliger Mentees im Mentoring-Netzwerk MV

von Angela Hoppe, Fachstelle Mentoring

Die Verantwortlichen aller Mentoring-Programme in Mecklenburg-Vorpommern haben im 1. Halbjahr 2021 eine landesweite Befragung aller ehemaligen Mentees aus den verschiedenen Mentoring-Programmen des Landes auf den Weg gebracht. Das Konzept wurde in einer Arbeitsgruppe des Mentoring-Netzwerkes MV unter Leitung der Fachstelle MV gemeinsam erarbeitet und umgesetzt.

Befragt wurden junge Wissenschaftlerinnen auf unterschiedlichen Qualifikationsstufen aus den Mentoring-Programmen KarriereWegeMentoring der Universitäten Greifswald und Rostock, junge Künstlerinnen und Autorinnen aus dem Programm mentoringKUNST, junge Führungsfrauen in der Wirtschaft aus dem Mentoring-Programm Aufstieg in Unternehmen, Studentinnen im Berufsübergang aus dem Mentoring-Programm KarriereStartMentoring der Hochschulen Stralsund, Neubrandenburg und Wismar sowie Studentinnen aus dem Programm OpenMint aus Wismar. Der Abschluss der Teilnahme am Mentoring-Programm lag für die ehemaligen Mentees von weniger als ein Jahr bis zu fünf Jahren oder länger zurück . Insgesamt nahmen 320 ehemalige Mentees an dieser Befragung teil. Das entspricht einem Rücklauf von 42 %.

Ziel der Evaluation war die Beurteilung der Wirksamkeit der Mentoring-Programme.
Konkret interessierten uns drei Perspektiven:

  • die Verbundenheit mit dem Mentoring aus heutiger Sicht
  • Wirkungen des Mentoring-Programms und deren Wahrnehmung sowie
  • die Frage, welche im Mentoring erworbenen Kompetenzen aus heutiger Sicht als nützlich erachtet werden.

Die Ergebnisse sind hier in einem Evaluationsbericht mit ausführlichem Grafikmaterial abrufbar. Sie
zeigen zum einen die Gesamtergebnisse aller Mentoring-Programme sowie Einzelergebnisse der Mentoring-Programme KarriereWegeMentoring der Universitäten Greifswald und Rostock, Aufstieg in Unternehmen, mentoringKUNST sowie KarriereStartMentoring der Hochschulen Stralsund, Neubrandenburg und Wismar.

Programmspezifische Highlights:

Kreisdiagramm: 86% der befragten ehemaligen Mentees fühlen sich durch den Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen (ehemaligen) Mentees dem Mentoring verbunden. Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich.
Halbkreis Diagramm. Ihre beruflichen Netzwerke nehmen 81 % der befragten ehemaligen Mentees aktiver wahr und nutzen sie. Davon führen 94 % die Wirkung auf Mentoring zurück. Dabei gilt. Trifft voll und ganz zu: 29%, trifft größtenteils zu: 52%, unentschieden: 9,5%,, trifft größtenteils nicht zu: 9,5%, trifft nicht zu: 0%. Von denen, die (größtenteils oder voll und ganz) zustimmen führen es 94% auf das Mentoring zurück, 6% möglicherweise oder gar nicht.
Kreisdiagramm: Ihre eigene Sichtbarkeit zu erhöhen, bzw. Selbstmarketing zu betreiben, haben 76% der befragten ehemaligen Mentees gelernt, was für sie aus heutiger Sicht besonders nützlich ist. Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich.
Halbkreis Diagramm. Souveräner im Umgang mit geschlechterspezifischen Aufstiegsbarrieren sind 75 % der befragten ehemaligen Mentees. Davon führen 90 % die Wirkung auf Mentoring zurück. Dabei gilt. Trifft voll und ganz zu: 26%, trifft größtenteils zu: 49%, unentschieden: 21%,, trifft größtenteils nicht zu: 3%, trifft nicht zu: 1%. Von denen, die (größtenteils oder voll und ganz) zustimmen führen es 90% auf das Mentoring zurück, 10% möglicherweise oder gar nicht.
Halbkreis Diagramm. Ihre beruflichen Netzwerke nehmen 86 % der befragten ehemaligen Mentees aktiver wahr und nutzen sie. Davon führen 82 % die Wirkung auf Mentoring zurück. Dabei gilt. Trifft voll und ganz zu: 25%, trifft größtenteils zu: 61%, unentschieden: 10%,, trifft größtenteils nicht zu: 4%, trifft nicht zu: 0%. Von denen, die (größtenteils oder voll und ganz) zustimmen führen es 82% auf das Mentoring zurück, 18% möglicherweise oder gar nicht.
Halbkreis Diagramm. Mehr Sicherheit in der Führung haben 67 % der befragten ehemaligen Mentees. Davon führen 78 % die Wirkung auf Mentoring zurück. Dabei gilt. Trifft voll und ganz zu: 29%, trifft größtenteils zu: 38%, unentschieden: 25%,, trifft größtenteils nicht zu: 4%, trifft nicht zu: 4%. Von denen, die (größtenteils oder voll und ganz) zustimmen führen es 78% auf das Mentoring zurück, 22% möglicherweise oder gar nicht.
Zitat: Danke für alles! Ich empfehle Mentoring jedem Menschen weiter – der Austausch mit Mentor*innen und Mentees sowie das hochwertige Qualifizierungsprogramm prägen die eigene berufliche Laufbahn nachhaltig!
Kreisdiagramm: Sich für ihre eigenen Anliegen/Projekte entschlossen einzusetzen, haben 65 % der befragten ehemaligen Mentees durch Mentoring gelernt, was für sie auch aus heutiger Sicht besonders nützlich ist. Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich.
Halbkreis Diagramm mit der Caption: Mehr Sicherheit in der Führung haben 91% der befragten ehemaligen Mentees. Davon führen 81% die Wirkung auf das Mentoring zurück. Dabei gilt: Trifft voll und ganz zu: 38%, trifft größtenteils zu: 53%, unentschieden: 2%,, trifft größtenteils nicht zu: 2%, trifft nicht zu: 5%
Zitat: Weil es mich in meiner Art zu Führen enorm unterstützt hat, an mich und meine Vorstellung einer Zusammenarbeit zu glauben und weiterzumachen. Das Mentoring-Programm hat mich in vielfacher Hinsicht bestätigt. Ich spreche noch heute von diesem Programm und empfehle die Teilnahme als persönliche Weiterentwicklung.
Halbkreis Diagramm: Vereinbarkeit besser zu gestalten und zu verhandeln, gelingt 66 % der befragten ehemaligen Mentees. Davon führen 57 % die Wirkung auf Mentoring zurück. Dabei gilt: Trifft voll und ganz zu: 9%, trifft größtenteils zu: 57%, unentschieden: 24%,, trifft größtenteils nicht zu: 4%, trifft nicht zu: 6%. 57 % derer die (größtenteils) zustimmen, führen die Wirkung auf das Mentoring zurück, 43% möglicherweise oder nicht.

Im Gesamtergebnis aller landesweit befragten ehemaligen Mentees geben drei von fünf Mentees an, dass sie heute souveräner im Umgang mit Aufstiegsbarrieren sind, fast 80 % Prozent von ihnen führen diese Wirkung auf das Mentoring zurück. Drei Viertel der Befragten geben an, dass sie mittlerweile ihre beruflichen Netzwerke aktiver wahrnehmen und nutzen, auch hier führen fast 80 % davon diese Wirkung eindeutig auf das Mentoring-Programm zurück. Da die Vermittlung der Bedeutung von Netzwerken in allen Programmen ein Kernanliegen ist, ist dieses Ergebnis ein großartiger Erfolg für die Mentoring-Projekte in Mecklenburg-Vorpommern.